Nachtrag Projektwoche

Im Mai fand unsere Projektwoche statt. Es ging um den freundlichen Umgang miteinander. Die Kids konnten sich für Projekte ihrer Wahl eintragen und wurden dann verteilt. Ich habe mic entschieden mit dem Buch „Irgendwie Anders“ zu arbeiten. Zum einen, weil es ein tolles Buch mit unglaublich vielen Möglichkeiten ist, zum anderen, weil ich es sehr gut kenne und es eine Werkstatt dazu gibt, und ich mir dadurch viel Vorbereitungsszeit spare, was an unserer Schule wirklich notwendig ist, weil immer 1000 Dinge zu tun sind. Eigentlich wollten wir das Projekt zu zweit machen, leider wurde meine Teampartnerin krank und die Arbeit blieb an mir hängen… Es sollten auch nur ca 14 Kids in unser Projekt kommen, plötzlich waren es 23 oder 24… Jajaja, das meine ich mit Chaos und 1000 Dinge. Ich habe für den ersten Tag Unterstützung durch einen Erzieher bekommen, in den nächsten Tagen kamen dann noch eine Schulhelferin dazu und eine andere Lehrerin. Das war schon eine Hilfe, sonst hätte es mit dem Basteln und Puppenspiel nicht wirklich geklappt. Die Kids haben ein Lapbook zum Thema „Anders sein“ hergestellt. Die Ergebnisse wurden in der der Folgewoche ausgestellt und präsentiert.

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Unglaublich, wie die Zeit rennt….

Ich kann es selbst kaum glauben, mein erstes Jahr an der neuen Schule ist fast vorbei…, vom Vertretungsstress, Meetings, Elterngespräche, Orgakram direkt rein in die Zeugnisse. Wir haben Indikatorenzeugnisse, die sparen Zeit beim Eintragen, sind ab auch etwas frustrierend, da keine Aussagen zum Sozialverhalten und zur Mitarbeit etc gemacht werden, Auch im kleinen Fließtext darf man keine Kritik äußern, Dinge benennen, an denen das Kind noch arbeiten muss. Gerade bei unseren Schülern finde ich es wichtig, da 85% des Schulalltags aus Erziehung, Regeln, Rituale einführen/einhalten bestehen, da kommt der Unterricht ja oftmals zu kurz. Oftmals hängen die Kreuze ja auch mit mangelnder Arbeitsbereitschaft, fehlenden Hausuafgaben etc zusammen. Im Moment wird schon heiß das neue Jahr diskutiert, die Erstklässler aufgeteilt und die Planungen für 2015/16 gemacht. In unserem Team wird zunächst einmal eine Lehrerin wegen Krankheit für 2-3 Monate ausfallen, raus aus dem Chaos, wieder rein in das Chaos…., oje. Auch von einer Mischung kann nicht die Rede sein. Momentan habe ich zwei deutsche Kinder, davon geht ein Jung in Klasse 3. Zum nächsten Jahr kommen wieder viele DAZ Kids dazu, 8 Schulanfänger, davon höchstens 2-3, deren Muttersprache Deutsch ist, eine nicht winfache Situation, drei Jahrgänge, inklusive Schule, Brennpunkt und hoher Migrationsanteil… Gerecht werden kann man da niemanden wirklich. Das Gute an der Geschichte ist, dass ich meine eigenen Materialien bestellen kann und etwas Vorbereitungsszeit habe, um entspannt einzusteigen und Sachen vorzubereiten… Das wird schon einmal eine große Hilfe sein…