Ferien- Post

Mmh. obwohl ich seit letzten Freitag Ferien und somit eigentlich Zeit zum Verschnaufen und Durchatmen habe, finde ich mich doch immer wieder mit meinen Gedanken mitten in der Schule… Gestern war ich sogar in der Schule, um liegen gelassene Laminierfolien mit nach Hause zu nehmen. Ja, ich besitze nun auch wieder ein Laminiergerät, und es war gestern Abend schon fleißig im Einsatz.

Einerseits freue ich mich frei zu haben, Zeit zum Vorbereiten etc zu haben, andererseits bin ich doch etwas genervt, weil ich einfach nicht abschalten kann und auch mal gar nicht an den Job und die Kids denken kann. Am Freitag saß ich bis 0:30 Uhr an den neuen Englisch Arbeitsplänen für meine beiden 4/5/6 Klassen, am Samstag habe ich fleißig nach Mathematerialien gegoogelt, nach neuen Ideen zur Buchstabeneinführung geguckt, und wie schon erwähnt, gestern war ich Ms. Laminator und habe bis spät abends für die Lernwege „Lesen und Tun“ und „Rechtschreib-, Abschreibkarteien“ laminiert…

Anbei noch ein paar der fertigen Selbstportraits meiner Schüler, einige sind richtig toll geworden. Das Beschäftigen mit dem eigenen Aussehen war für einige Kinder nicht leicht, manche kannten ihre eigene Augenfarbe nicht, andere kamen mit den Proportionen überhaupt nicht zurecht. Trotzdem können sich die Ergebnisse sehen lassen, ein Junge, der sonst immer nur Strichmännchen gezeichnet hat, hat es immerhin geschafft, sein Gesicht so zu zeichnen, dass die Gesichtsmerkmale zu erkennen sind und so einigermaßen an der richtigen Stelle.

Bei zwei meiner 3. Klässler war ich aber dann doch etwas enttäuscht, weil sie mit Farbkasten und Farbwahl überhaupt nicht zurecht kamen, trotz vieler Erklärungen, Tipps und kleiner Hilfen. Was mich allgemein bei einigen Kids gestört hat, war die fehlende Bereitschaft sein Bestes zu geben und auch ein paar mal zu probieren, wenn es nicht so gut geklappt hat. Stattdessen wurde dann schnell irgendetwas gemalt, ohne großartig darüber nachzudenken, Hauptsache schnell fertig.

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Juhu – Herbstferien in Berlin… :)

Heute war noch einmal ein etwas anstrengender Tag, ich war zum einen in meiner Vertretungsstunde bei meiner Klasse eingesetzt und musste auch alle Monsterklassenstunden (mal wieder) alleine unterrichten. Die Kids haben sich aber bemüht, ihre Aufgaben zu erledigen, trotz Regenpause und letztem Schultag. Dafür gabs aber auch 15 Minuten Mister Bean (konnte ich nutzen, um die Ferientagebücher vorzubereiten) auf dem Smartboard und eine kleine Geburtstagsfeier für eine Schülerin am Ende des Tages.

Eine meiner 3. Klässlerinnen hat mich mehrmals darauf angesprochen, ob es denn wieder ein Ferientagebuch gäbe. Ich war etwas skeptisch, da ich nach den Sommerferien nur zwei(!!!!) Kids hatte, die etwas darin gemacht haben. Nach etwas Hin und Her habe ich mich aber doch für eine abgespeckte Form entschieden. Ich habe ein Titelblatt erstellt (das auch noch gestaltet werden konnte) und weiße, unlinierte A5 Blätter (8 für Klasse, 6 für Klasse 2 und 4 für Klasse 1 zusammen getackert. Diesmal gab es aber noch einen kleinen Zettel mit dem Hinweis auf eine Ferienhausaufgabe in die Hausaufgabenhefte. Die Kids schienen an ihrem Ferientagebuch ganz interessiert. Mal schauen, was in zwei Wochen zurück kommt… 😉

Den Rest des Tages haben wir in Deutsch mit den Lernwegen, einer Lesestunde für Klasse 3 und ein bisschen Mathematik verbracht. Heute habe ich mir die Zweitklässler „geschnappt“ und wir haben auf dem Teppich mit der 100er Tafel gearbeitet. Auf http://www.mathemonsterchen.de/index.html habe ich tolle Ideen und Anregungen gefunden, wir sind mit Zaubersteinen (Muggelsteinen) bestimmte Wege gegangen (rechts-links Orientierung, oben und unten), danach gab es noch tolle Karten mit Wegen und Kontrolle auf der Rückseite. Die Kids waren begeistert. Abschließend mussten sie noch verdeckte Zahlen im 100er Feld entdecken und aufschreiben.

Meine Arbeit mit den Lernwegen – ein kleines Update

In diesem Jahr habe ich mich für das Arbeiten mit Lernwegen entschieden. Ich war im vergangenen Schuljahr immer wieder am Überlegen, wie ich alle Kinder meiner JÜL 1-3 gleichzeitig fördere und fordere, wie ich das selbstständige Arbeiten unterstützen kann und vor allem, wie ich alle Kinder – passend zu ihrem aktuellen Lernstand- so begleiten kann, dass sie in ihrem Tempo an den passenden Aufgaben arbeiten.

Das Arbeiten mit Arbeitsplänen für ein oder zwei Wochen war für mich nicht immer die beste Lösung, viel Papier, viel Herumsucherei und doch nicht wirklich befriedigend. Immer wieder gab es Kinder, die extrem lange gebraucht haben, ihren Plan verloren haben, gar nicht mehr wussten, wo sie überhaupt waren, oder es gab auch Kinder, die schnell fertig waren und neues Futter brauchten. Die Schere ist nicht nur durch die Altersmischung sehr groß, sondern auch innerhalb der einzelnen Jahrgangsstufen.

In diesem Jahr gibt es deswegen keine Arbeitspläne mehr, sondern LERNWEG STUNDEN. Diese tolle Idee dafür habe ich bei einer Lehrerein gesehen. Daraufhin habe ich mit den Materialien und Heften, die ich gerne für meine Schüler benutzen möchte, begonnen, eigene Lernwege für meine Klasse zu erstellen.

Jeder Schüler hat seinen eigenen Lernweg. Auf diesem stehen die Aufgaben, die in diesem Jahr geschafft werden sollen. Es sind mehrere Straßen, die zum Ziel führen. Immer wenn eine Aufgabe, erledigt wurde, wird diese von mir kontrolliert. Hat alles geklappt, bekommt der Schüler einen Aufkleber auf der entsprechenden Straße. So arbeitet er sich nach oben.
Jede Straße steht dabei für ein bestimmtes Material/Schulheft/Buch. Diese wiederum ist auch unterteilt in die verschiedenen Aufgabenbereiche. Klingt komplizierter als es ist. Wenn man sich die Bilder ansieht, macht das alles schon mehr Sinn. 🙂
Die Lernwege sind nach Farben sortiert:
Klasse 1 gelb
Klasse 2 grün
Klasse 3 orange

Die Materialien, die für die ganze Klasse sind (Klammerkarten, Lesen und Tun Aufgaben, Karteien), verschiedenen Karteien, Klammerkarten, Lesespiel etc. sind auch nach diesen Farben sortiert. Außerdem nach Schwierigkeitsstufen (ein bis drei Punkte). Ich habe die einfachen Markierungsspunkte im Schreibwarenladen gekauft, die Materialien für den Klassenraum neu sortiert, neue Materialien dank wunderbarer Internetseiten ausgedruckt und laminiert.

In den Klassen 2 und 3 habe ich die Lernwege zeitnah zum Schuljahresbeginn eingeführt, in der ersten Klasse etwas später. Hier mache ich die Aufkleber und die Kontrolle immer noch gemeinsam mit den Kids auf dem Teppich. Viele haben das Prinzip schon verstanden, trotzdem braucht man noch immer ein bisschen extra Hilfe und Erklärung.

Das schöne für die Kinder ist, dass sie sehen, wie sie langsam aber sicher nach oben wandern. Für ein größer erreichtes Zwischenziel (z.B. ein komplettes Lies Mal Buch) gibt es auch einen besonders großen und schönen Aufkleber.

Das Erstellen, Einführen und die ersten Wochen waren schon sehr anstrengend, trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem bisherigem Verlauf, die Kinder können Aufgaben wählen, haben einen Überblick über ihr bisher Geschafftes. Ich kann sehen, woran sie gerade arbeiten, sehe immer genau, wie sie vorwärts kommen (oder eben auch nicht ;)), kann natürlich auch mitlenken und ihnen sagen, dass sie an bestimmten Lernwegen weiterarbeiten sollen.

Lesestunde in der Monsterklasse…

Dank Unterstützung durch Erzieher und Schulhelfer konnte ich heute mit den 3. Klässlern an ihrem Lesetagebuch arbeiten, während Klasse 1 an ihrem Geburtstagsbuchstaben gearbeitet haben und Klasse 2 mit einer Herbst Lese-Bastelaufgabe beschäftigt war.

Die Kinder haben in der vergangenen Woche bereits ihr Lesetagebuch (A5 großes, unliniertes Heft) gestaltet, sich ihrem Leselevel entsprechend ein Buch herausgesucht, und begonnen den Steckbrief über ihr Buch auszufüllen. Heute haben sie zum ersten Mal ca. 20 min in ihren Büchern selbstständig gelesen. Leider fehlt es mir noch an einer gemütlichen Leseecke und an einer passenden Idee für diese, da der Platz wirklich begrenzt ist. Ein paar haben sich die beliebten Kopfhörer (hier ein Bsp: http://www.timetex.de/Unterrichtshilfen/Gehoer-Schutz-fuer-Kinder–Auris-.html) geschnappt, um sich ganz und gar ihrem Buch zu widmen.
Im Anschluss daran durften sie sich eine aus mehreren vorgestellten Leseaufgaben wählen, in ihr Lesetagebuch kleben und diese Aufgabe bearbeiten. Ich habe bewusst erstmal nicht alle von mir erstellten Leseaufgaben herausgegeben, sondern auf 8 Angebote reduziert, damit kein Überangebot entsteht, und die Kids mit der Menge an Wahlmöglichkeiten nicht überfordert sind.
Alles in allem hat es sehr gut geklappt, leider haben sich zwei meiner eher schwächeren Leser die Aufgabe „Schreibe auf, was du heute gelesen hast.“ Da hätte ich eingreifen müssen und ihnen zu einer anderen Aufgabe verhelfen sollen, da sie mit dieser überfordert waren…, mein Fehler, muss ich bei nächsten Mal ein bisschen mehr lenken. 😉

Link Tipp zum Buchstaben schreiben

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Guten Morgen,
eigentlich ist ja Samstag und auch noch Feiertag, trotzdem passiert es mir immer wieder, dass ich bei meinem Morgenkaffee anfange nach Schulseiten und nützlichen Links zu surfen… Ich bin auf eine kostenlosen Seite gestoßen, mit der man „Handwriting“ Arbeitsblätter kostenlos erstellen kann. Da es keine deutsche Website ist, sind die Druckbuchstaben I und L natürlich etwas anders, trotzdem kann man sie super zum Erstellen von Blättern für die Zwischendurch, zum Üben und Wiederholen von Buchstaben, kleinen Wörtern oder Sätzen nutzen. Man hat verschiedene Optionen beim Erstellen des Blattes. Ich bin begeistert, Kinder, mit feinmotorischen Schwierigkeiten können erst einmal nur nachfahren, andere können schon selbst schreiben.

http://handwritingpractice.net/handwriting/index.html

Meine erstellten Probe Arbeitsblätter zu unserem nächsten Geburtstagsbuchstaben:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/62584653/Nachfahren%20M%20m.pdf
https://dl.dropboxusercontent.com/u/62584653/M%20m%20schreiben.pdf

Portrait zeichnen im Unterricht Teil 2

Heute hatten wir endlich wieder (nach 2 Wochen Ausfall durch Zahnarzt und Opferfest) Kunst. Die Zweit- und Drittklässler konnten an ihren Selbstportraits weiterarbeiten. Wir haben noch einmal die wichtigsten Schritte wiederholt, uns das Video auf http://www.youtube.de noch einmal gemeinsam angeschaut und uns noch ein paar extra Tipps dank eines weiteren Videos zum Thema „Gesichter zeichnen“ angeschaut.

Danach durften die Kids noch an ihren Skizzen arbeiten und fehlende Details noch einzeichnen. Die Einteilung der der verschiedenen Gesichtsmerkmale fiel einigen doch och schwerer als erwartet. Für andere lag die Schwierigkeit eher darin, einen Kreis oder ein Oval zu zeichnen… Manche Kids waren zu perfektionistisch und mit ihrer Arbeit einfach nicht zufrieden… 😉

Am Ende der beiden Stunden hat aber jedes Kind begonnen sein Gesicht mit Bleistift auf ein A3 Papier zu zeichnen. Zwei Mädchen haben sogar schon angefangen mit Farbkasten ihr Portrait auszumalen. Ein paar Eindrücke lade ich hoch. Leider war es wieder schwer, zwischen all den Kids und den Bedürfnissen hin – und herzulaufen, hilfreiche Tipps zu geben, und nebenbei noch ein paar Arbeitsfotos zu schießen…

Die Erstklässler haben an ihren Schultüten gearbeitet und danach ihren Namen mit Buntpapier gestaltet, eine tolle Idee, die ich auf http://www.klassenkunst.com/ entdeckt habe. Mehr Bilder folgen (hoffentlich bald)