Rückblick auf das vergangene Schuljahr….

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Uiuiui, jetzt sind sie tatsächlich da – die lang ersehnten Sommerferien. 😉 Ja, und was passiert, um 6:30 Uhr war ich wach… :/ Meine innere Uhr funktioniert prima, leider auch in den Ferien. Naja, dafür habe ich endlich einmal Zeit auf das vergangene Schuljahr zu blicken und meine neu eingeführten Lernwege in Deutsch kritisch zu beäugen… 😉

Ich werde diese auf jeden Fall beibehalten. Die Selbstständigkeit, die dank diesem Konzept in der Klasse entstanden ist, finde ich wirklich toll. Die Kids arbeiten individuell an ihren Aufgaben, können oftmals wählen, woran sie arbeiten möchten. Vielleicht nenne ich die Vorlage für die Lernwege im neuen Schuljahr „Lernreise“, das passt irgendwie besser. Mal gucken…

In den letzten Wochen habe ich im Internet nach neuen und passenden Materialien für die Lernwege im kommende Schuljahr geschaut. Für meine inklusive DAF, JÜL Klasse 1-3 gab es dann gestern 10 verschiedene Bücherlisten. Mir ist es wichtig jedem Kind so einigermaßen gerecht zu werden, die Schere in meiner Klasse ist extrem groß. Einige Materialien haben sich als sehr gut erwiesen, andere finde ich zu langweilig, zu schwierig, zu leicht etc. Auch ändert sich mit jedem Jahrgang das Niveau der Kinder, was für meine 2. Klässler im letzten Schuljahr super war, macht nun für einige Schüler überhaupt keinen Sinn, weil es zu einfach ist. Ich habe ein paar Aufgaben für Kinder im Laufe des Schuljahres herausgenommen, neue Aufgaben/Arbeitshefte dazu genommen, da man vor allem die Erstklässler erst kennenlernt. Bei manchen Kindern hat sich eine Lernschwäche herauskristallisiert, da mussten neue, einfachere Aufgaben her.

Die Spalte „Lesen und Tun“ ist sehr beliebt. Hier biete ich im Klassenraum ja die unterschiedlichsten Aufgaben auf verschiedenen Niveaustufen (Durch Farben und Anzahl der Klebetiketten)an. Es darf alleine, aber auch manchmal mit einem Partner gearbeitet werden.

Die Klammerkarten werden auch bleiben, diese machen den Kindern viel Spaß und Freude.

Beim Lehrwerk habe ich mich für alle 3 Jahrgangsstufen für Flex und Flora entschieden. Ganz sicher, ob es die richtige Wahl ist, bin ich mir noch immer nicht, aber das wird man dann sehen. Zwei Kinder werden mit der ABC Lernlandschaft arbeiten. Sie wiederholen die Aufgaben der Klasse 1 und ich glaube, sie werden damit sehr gut zurecht kommen. Sie haben schon Vorerfahrungen, was ihnen beim selbstständigen Erarbeiten/Wiederholen der Laute helfen wird.

Für Klasse 2 und 3 wird es die Spalte „Rechtschreibtraining“ geben. Hier dürfen Karteien zu bestimmten Phänomenen gemacht werden, aber auch Abschreibkarteien oder Schreibschriftübungen.

Weiterhin habe ich mich für die Indianerhefte vom Klett Verlag entschieden.
Hier habe ich tolle Hefte gefunden, die zum selbstständigen und offenen Arbeiten anregen…

https://www.klett.de/lehrwerk/indianerhefte/produktuebersicht

Die Vorlagen für die Lernreisen werden wahrscheinlich erst nach meinem USA (Juhuuuuu) Road Trip Urlaub entstehen, ein bisschen Pause und Ruhe muss ich mir auch gönnen, damit ich wieder mit frischer Tat ans Werk gehen kann.

Eine Idee spinnt mir noch im Kopf herum: Ich möchte gerne im Englischunterricht 4,5,6 auch mit Lernwegen arbeiten. Ich schaffe es einfach nicht, ein Thema für alle 3 Klassen plus extra Aufgaben für die Förderkinder zu erstellen. Deswegen habe ich mich entschieden, lehrwerkgebunden zu arbeiten. Leider überschneiden sich da die Themen kaum, trotzdem hilft es mir bei der Planung, da ich nicht alles individuell vorbereiten muss. Ich werde aber versuchen im kommenden Schuljahr auch im Fach Englisch (neben den mündlichen Phasen) mit Lernwegen zu arbeiten, an denen sich die Kids nach oben hangeln können. 100 Prozent glücklich bin ich damit natürlich auch nicht, weil ich immer noch glaube, dass Englisch altershomogen unterrichtet werden sollte, unser Rahmenplan ist auch gar nicht darauf eingestellt…, mmh. Naja, wieder ein anderes Thema.

HAPPY HOLIDAYS!!!!!!!

Wurzelgemüse

Die Idee für dieses Kunstprojekt habe ich dank grundschulblogs.de auf der Seite http://artprojectsforkids.org/veggie-painting/ entdeckt und in meiner JÜL 1-3 ausprobiert.

Wir haben zunächst über Wurzelgemüse und deren Eigenschaften gesprochen und uns im Anschluss dieses auf dem Smartboard angeschaut – schöner ist es natürlich verschiedene Gemüsesorten mit in die Schule zu bringen, aber das habe ich zeitlich einfach nicht geschafft, zu viel zu tun im Moment 😉 !

Die Stunden habe ich dann im Großen und Ganzen so geplant, wie auf der Internetseite beschrieben, den Kids hat es Spaß gemacht:

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„Der Regenbogenfisch“ im Kunstunterricht

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Uiuiui, was für eine anstrengende Woche, sämtliche Doppelsteckungen sind (mal wieder) weggefallen, mein Schulhelfer war zwar für 2 Stunden wieder da, aber immer noch hustend und etwas kaputt. Die zweite Schulhelferin war leider gar nicht da.

Willkommen an einer jahrgangsübergreifenden inklusiven Schule mit ca 80-90% Kindern nicht deutscher Herkunft… Manchmal frage ich mich wirklich, wie man das alles schaffen soll. Berlin, was machst du nur mit deinen Lehrern…!?!?!!

Zwei besonders schöne Kunststunden gab es in dieser Woche – wir gestalten eine Szene im Schuhkarton-, eigentlich nichts wirklich Neues, aber die Kinder lieben es und sind unheimlich kreativ. In der Woche davor habe ich den Klassiker „Der Regenbogenfisch“ vorgelesen. Ein sehr ansprechendes Buch mit einem wichtigen Thema und wunderschönen Bildern…

Schon lange im Voraus habe ich per Elternbrief gebeten, einen Schuhkarton und eventuell auch Muscheln, Steine, kleine Hölzer … mitzubringen. Natürlich haben es viele Eltern nicht geschafft, ihrem Kind etwas mitzugeben, trauriger Alltag und frustrierende Momente, die leider normal sind. Ob der Brief nicht gelesen wurde oder einfach ignoriert wurde, dass weiß ich nicht, aber es macht mich jedes Mal sehr sehr nachdenklich…

Aber nun zum Schönen, die Kids haben zunächst ihren Karton mit Farbe oder Buntpaier gestaltet, ihre mitgebrachten Dinge auf dem Meeresboden verteilt, Algen und Wasserpflanzen aus Tonpaier gebastelt, manche haben noch Schatztruhen oder eine Flaschenpost gestaltet. Ich habe fleißig mit der Heißklebepistole gearbeitet…, klappte super und ging wirklich schnell. Danach ging es an die Meeresbewohner, mache Kinder haben aus Knetmasse Seesterne geformt, andere haben begonnen ihre Fische zu malen. Diese werden dann an Schnüren befestigt und in den Schuhkarton gehängt. Anbei ein paar Bilder von den ersten Schritten während der ersten beiden Stunden, weitere folgen… Viel Spaß beim Nachmachen…! 🙂

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Meine Arbeit mit den Lernwegen – ein kleines Update

In diesem Jahr habe ich mich für das Arbeiten mit Lernwegen entschieden. Ich war im vergangenen Schuljahr immer wieder am Überlegen, wie ich alle Kinder meiner JÜL 1-3 gleichzeitig fördere und fordere, wie ich das selbstständige Arbeiten unterstützen kann und vor allem, wie ich alle Kinder – passend zu ihrem aktuellen Lernstand- so begleiten kann, dass sie in ihrem Tempo an den passenden Aufgaben arbeiten.

Das Arbeiten mit Arbeitsplänen für ein oder zwei Wochen war für mich nicht immer die beste Lösung, viel Papier, viel Herumsucherei und doch nicht wirklich befriedigend. Immer wieder gab es Kinder, die extrem lange gebraucht haben, ihren Plan verloren haben, gar nicht mehr wussten, wo sie überhaupt waren, oder es gab auch Kinder, die schnell fertig waren und neues Futter brauchten. Die Schere ist nicht nur durch die Altersmischung sehr groß, sondern auch innerhalb der einzelnen Jahrgangsstufen.

In diesem Jahr gibe es deswegen keine Arbeitspläne mehr, sondern LERNWEG STUNDEN. Jeder Schüler hat seinen eigenen Lernweg. Auf diesem stehen die Aufgaben, die in diesem Jahr geschafft werden sollen. Es sind mehrere Straßen, die zum Ziel führen. Immer wenn eine Aufgabe, erledigt wurde, wird diese von mir kontrolliert. Hat alles geklappt, bekommt der Schüler einen Aufkleber auf der entsprechenden Straße. So arbeitet er sich nach oben.
Jede Straße steht dabei für ein bestimmtes Material/Schulheft/Buch. Diese wiederum ist auch unterteilt in die verschiedenen Aufgabenbereiche. Klingt komplizierter als es ist. Wenn man sich die Bilder ansieht, macht das alles schon mehr Sinn. 🙂
Die Lernwege sind nach Farben sortiert:
Klasse 1 gelb
Klasse 2 grün
Klasse 3 orange

Die Materialien, die für die ganze Klasse sind (Klammerkarten, Lesen und Tun Aufgaben, Karteien), verschiedenen Karteien, Klammerkarten, Lesespiel etc. sind auch nach diesen Farben sortiert. Außerdem nach Schwierigkeitsstufen (ein bis drei Punkte). Ich habe die einfachen Markierungsspunkte im Schreibwarenladen gekauft, die Materialien für den Klassenraum neu sortiert, neue Materialien dank wunderbarer Internetseiten ausgedruckt und laminiert.

In den Klassen 2 und 3 habe ich die Lernwege zeitnah zum Schuljahresbeginn eingeführt, in der ersten Klasse etwas später. Hier mache ich die Aufkleber und die Kontrolle immer noch gemeinsam mit den Kids auf dem Teppich. Viele haben das Prinzip schon verstanden, trotzdem braucht man noch immer ein bisschen extra Hilfe und Erklärung.

Das schöne für die Kinder ist, dass sie sehen, wie sie langsam aber sicher nach oben wandern. Für ein größer erreichtes Zwischenziel (z.B. ein komplettes Lies Mal Buch) gibt es auch einen besonders großen und schönen Aufkleber.

Das Erstellen, Einführen und die ersten Wochen waren schon sehr anstrengend, trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem bisherigem Verlauf, die Kinder können Aufgaben wählen, haben einen Überblick über ihr bisher Geschafftes. Ich kann sehen, woran sie gerade arbeiten, sehe immer genau, wie sie vorwärts kommen (oder eben auch nicht ;)), kann natürlich auch mitlenken und ihnen sagen, dass sie an bestimmten Lernwegen weiterarbeiten sollen.

Nach den Ferien – „Meine Wünsche für das neue Schuljahr“

Noch ein Nachtrag vom Schuljahresbeginn. In der ersten Woche nach den Sommerferien waren nur die 2. und 3. Klässler in der Schule. Wir haben die Zeit hauptsächlich zum Materialien sortieren, beschriften und aufräumen gestaltet. Aber auch ein paar Gedanken zum neuen Schuljahr haben die sich die Kids gemacht. Schreibe deine Wünsche auf und male dich war die Aufgabenstellung. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich, aber auch sehr interessant für mich zu sehen, auch das Malen der eigenen Person fand ich sehr spannend, einer der Gründe, warum ich mich für das Selbstportrait als erstes Projekt entschieden habe…

Schwierig, schwierig…

Heute kein Material, sondern ein paar Gedanken zu meiner Arbeit. Berlin macht es einem wirklich nicht leicht. Nachdem es im letzten Jahr schon so viele Organisationsprobleme gab, geht es in diesem Jahr kunterbunt weiter. Gestern begann die erste Schulwoche mit regulärem Stundenplan in meiner Monsterklasse. Kinder der 1, 2. und 3. Klasse lernen hier gemeinsam, da wir eine inklusive Schule sind, kommen noch ein paar schwierige Kids dazu. Insgesamt 24 Schüler, naja und ich. Gestern war ich (mal wieder) komplett alleine im Unterricht, keine Doppelsteckung, kein Team-Teaching. Ich muss mich immer wieder aufs Neue fragen, wie ich all meinen Schülern mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen gerecht werden soll. Die Erstklässler haben ihren ersten Buchstabengeburtstag gefeiert, ein wichtiger Moment, weil man da die Basics für das Erlernen der Laute einführt, gemeinsam lernt, spricht, Materialien betrachtet. Gleichzeitig sitzen da aber meine 2. und 3. Klässler, die mit ihren Lernwegen starten und auch eine Einführung in ihr Material brauchen.

Sobald ich aber den Fokus bei den Erstklässlern verliere, sind die komplett verwirrt, da ein blauer Stift auch einmal wie ein Bleistift aussieht, sie noch nicht wissen (gleich wieder vergessen), das man in dem Arbeitsheft mit der ersten Seite anfängt und nicht irgendwo, was es bedeutet, Buchstaben nachzufahren, oder einfach traurig sind, weil sie Mama vermissen.

Ich bin wirklich etwas verzweifelt, da man es mit so einem System und unter diesen Voraussetzungen den Schülern einfach nicht gerecht werden kann. Ich gebe 200% und erreiche trotzdem nur 30%… Individualisierung, Arbeitspläne, selbstständiges Arbeiten ist wichtig und ein Ziel, aber man muss das alles erst einmal einführen und darf nicht vergessen, dass da kleine Menschen sitzen, die Anleitung, Anerkennung und Zeit von der Lehrperson brauchen.

Wirklich schwierig… :/

Back to school

So, da bin ich wieder… Am Montag hat das neue Schuljahr begonnen, die Erstklässler kommen aber erst ab nächster Woche dazu. Ich war zwar sehr ruhig, aber nur weil ich fleißig vorbereitet habe. Mein Klassenraum war dank den Fensterputzern ein Mega Chaos, alles durcheinander, verstaubt, am Boden. Ich habe an zwei Tagen auch alles noch einmal hin und hergeschoben, soweit es möglich ist und den Raum neu organisiert, Leseecke, Spielregal, Deutsch- und Mathesachen neu einsortiert, aussortiert, umsortiert.

Ich fange ja mit den Lernwegen in Deutsch and und habe fleißig an Vorlagen für die Kids gebaut, nicht ganz so einfach mit Google Drive Power Point, 100 % zufrieden bin ich noch immer nicht, aber es mich Stunden gekostet, diese Pläne zu entwerfen und zu gestalten. Passend dazu gibt es nun viel neues Material, das laminiert, geschnitten, kopiert… werden muss. Ich plane feste Zeiten für Freies Schreiben und Lesen ein und das individuelle Arbeiten am Lernwortschatz. Es war also viel zu tun. Fotos und Materialien folgen, sobald ich wieder etwas mehr Luft habe…

Ferien…. Summer in the City!

Es ist offiziell… 😉 Seit gestern ist die Schule zu Ende und es liegen 6 freie Wochen vor mir… Ich kann es noch gar nicht glauben. Die nächste Zeit möchte ich mit Urlaub, Sport und Unterrichtsvorbereitungen für das kommende Schuljahr verbringen – exakt in dieser Reihenfolge! 😉 Zunächst wartet Sri Lanka auf mich, dann werde ich endlich meinen Reise-Blog wieder etwas aktiver nutzen.

Die zweite Hälfte der Ferien werde ich (hoffentlich) fleißig sein. Nachdem ich die Material- und Bücherlisten für das kommende Jahr schon den Eltern gegeben habe, kann ich mit der Arbeit beginnen. Ich möchte im kommenden Jahr in meiner JÜL 1-3 in Deutsch mit Lernwegen arbeiten, habe dafür auch schon Vorlagen ausgearbeitet, die aber noch nicht ganz fertig sind. Jede Klasse bekommt seine eigene Vorlage für die Lernwege. Außerdem werden noch differenzierte Ausgaben für ein paar Kids erstellt. Ds ist zunächst relativ viel Arbeit, aber wenn alles fertig ist, müsste es viel Erleichterung bringen und Zeit sparen. Teil der Lernwege werden offene Aufgaben (lehrunabhängig) und Zusatzaufgaben sein. Hier denke ich an z.B an Rechtschreibkarteien, Lesekarteien, Abschreibaufgaben, Klammerkarten und Leseaufgaben, die mit einer Aktion verbunden sind. Da muss ich fleißig suchen, sortieren und laminieren…

Weiterhin werde ich die Theaterstunden im nächsten Schuljahr erst einmal herausnehmen, man merkt die zwei fehlenden Deutschstunden doch sehr. Stattdessen möchte ich eine feste Lesezeit hinzunehmen, mit individuellem leisem Lesen und im Anschluss einem Eintragen in ein Lesetagebuch. Ein weiterer fester Bestandteil soll das freie Schreiben werden, Hierfür müssen die Eltern ein dickes A4 Buch besorgen, in das die Kinder Geschichten (frei erfunden oder mit Anregungen durch Bildern, Reizwörtern…) schreiben können. Die Texte möchte ich dann auch nutzen, um an einem individuellen Lernwortschatz zu arbeiten. Hierfür werde ich wahrscheinlich Lernwörterboxen vom AOL Verlag bestellen, passend zu unsere Klasse gibt es nämlich auch welche mit Monstern darauf… 🙂

Ich freue mich schon auf die Erneuerungen und die Planungszeiten… Bis dahin erst einmal:

HAPPY HOLIDAYS! 😀

Unglaublich, wie die Zeit rennt….

Ich kann es selbst kaum glauben, mein erstes Jahr an der neuen Schule ist fast vorbei…, vom Vertretungsstress, Meetings, Elterngespräche, Orgakram direkt rein in die Zeugnisse. Wir haben Indikatorenzeugnisse, die sparen Zeit beim Eintragen, sind ab auch etwas frustrierend, da keine Aussagen zum Sozialverhalten und zur Mitarbeit etc gemacht werden, Auch im kleinen Fließtext darf man keine Kritik äußern, Dinge benennen, an denen das Kind noch arbeiten muss. Gerade bei unseren Schülern finde ich es wichtig, da 85% des Schulalltags aus Erziehung, Regeln, Rituale einführen/einhalten bestehen, da kommt der Unterricht ja oftmals zu kurz. Oftmals hängen die Kreuze ja auch mit mangelnder Arbeitsbereitschaft, fehlenden Hausuafgaben etc zusammen. Im Moment wird schon heiß das neue Jahr diskutiert, die Erstklässler aufgeteilt und die Planungen für 2015/16 gemacht. In unserem Team wird zunächst einmal eine Lehrerin wegen Krankheit für 2-3 Monate ausfallen, raus aus dem Chaos, wieder rein in das Chaos…., oje. Auch von einer Mischung kann nicht die Rede sein. Momentan habe ich zwei deutsche Kinder, davon geht ein Jung in Klasse 3. Zum nächsten Jahr kommen wieder viele DAZ Kids dazu, 8 Schulanfänger, davon höchstens 2-3, deren Muttersprache Deutsch ist, eine nicht winfache Situation, drei Jahrgänge, inklusive Schule, Brennpunkt und hoher Migrationsanteil… Gerecht werden kann man da niemanden wirklich. Das Gute an der Geschichte ist, dass ich meine eigenen Materialien bestellen kann und etwas Vorbereitungsszeit habe, um entspannt einzusteigen und Sachen vorzubereiten… Das wird schon einmal eine große Hilfe sein…

100 Tage Schule 2015

In weniger als einem Monat ist es wieder soweit. Wir feiern 100 Tage Schule. Die Kids sind langsam schon aufgeregt, da es ja ihre erste 100 Tage Feier sein wird. Sie erinnern mich auch immer wieder an das Abkreuzen der Tage, das durch den hohen Arbeitsaufwand und Lehrerwechsel gerne mal vergessen wird… Wir haben auch in diesem Jahr eine 100er Tafel unter dem Smartboard hängen. Jeder Schultag wird durchgestrichen und mit einem Strohhalm belohnt. 10 Strohhalme werden zu einem 10er gebunden. Trotz der Anschaulichkeit fällt es den Kindern der ersten und zweiten Klasse viel schwerer, den Hunderterraum zu verstehen, 10er und 1er auseinanderzuhalten und mit Hilfe der Tafel zu rechnen. Da ich aber auch nur in der extra Steckung in Mathe eingesetzt bin, kann ich auch nicht viel Zeit damit verbringen. Trotzdem ist es für viele Kids an meiner neuen Schule viel schwieriger mit Zahlen zu arbeiten, produktive zu denken und Zusammenhänge zu erkennen/zu verstehen.

Ich habe meine Ferien genutzt, um die 100er Woche und Stationsarbeit noch einmal neu zu planen und zu überarbeiten, da ich zum einen nun drei Jahrgänge habe und zum anderen auch die Klassengröße, den DAZ Anteil und die Lernausgangslage berücksichtigen muss. Es findet bei der Stationsarbeit eine vierfach Differenzierung statt:

Marienkäfer – Klasse 1
Sonnen – Klasse 2
Monde – Kinder, die zw Klasse 2 und 3 stehen
Sonnen – Klasse 3
Dank dem Zaubereinmaleins Wochenplangnerator konnte ich neue Stationszettel erstellen. Sie sind nicht perfekt, aber meine Schüler arbeiten schon länger mit diesen und sind dadurch an Symbole, Abkreuzen etc gewohnt.

Ich stelle die Materialien über Dropbox zur Verfügung.

https://www.dropbox.com/sh/2ru4j03zneuvf16/AAAzLpLf0Wfo5oQ5cyb7Yef-a?dl=0

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Vorläufiger Ablauf der 100 Tage

Tage VORHER
100 Wünsche: 100 Wörter in Gruppenarbeit schreiben (6 Kinder pro Gruppe)
100 Kette basteln, immer 10 in einer Farbe zum Aufhängen im Klassenraum
Kopiervorlage 100er Brille basteln
100er Maske basteln
Freies Schreiben: Wenn ich 100 bin
Arbeiten mit der Hundertertafel Klasse 2
Hausaufgabe: Bringe 100 Dinge mit in die Schule

Der große Tag
STUNDE 1
1) Freie Arbeit 100er AB’s
2) Luftballons aufblasen
3) Wie oft kannst du deinen Namen in 100 sek schreiben?
4) Wie lange dauern 100 sek (wenn Schüler glauben, sie sind vergangen, aufstehen)

Gemeinsames Frühstück (auch zum Thema 100)

STUNDE 2
100 Dinge präsentieren und aufhängen, die Schüler mitgebracht haben
Gruppenarbeit: 100 M&Ms zählen und nach Farben sortieren

Stunde 3/4
Stationslauf

Hier Links zum letzen Jahr:
https://arisgrundschulblog.wordpress.com/2014/02/18/100-tage-schule-100-days-of-school/