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Die erste Schulwoche ist (fast) vorbei…

…heute ist in Berlin noch die Einschulung angesagt. In diesem Jahr ist es nur ein kleiner Zuwachs von 5 Kids. Grins, das klingt sehr entspannt. Hier kommt eine der Vorteile des jahrgangsübergreifenden Unterrichts zu Tage, die Eingewöhnung „der Neuen“ läuft um einiges einfacher ab. Die Großen zeigen den Kleinen sehr schnell, wie alles funktioniert. Rituale und Routinen müssen nicht komplett eingeführt werden, sondern werden durch die anderen Kids vorgeführt und meistens von den Erstklässlern problemlos übernommen. Das Führen der Hausaufgabenhefte, unsere Verhaltensleiter, Kinositz, Toilettenpass und und und werden so schnell übernommen. Voll toll! 🙂

Mein Klassenraum ist nun auch fast fertig, ein paar Kleinigkeiten müssen noch angepasst werden, die Schulbestellungen mit neuen Materialien ist leider noch nicht raus, naja und es gibt immer wieder etwas zu tun.

Sowohl in Deutsch als auch in Mathe werden die Kids mit Lernwegen arbeiten, ich bin sehr gespannt wie diese funktionieren werden. Meine Deutsch Lernwege sind fast fertig, ich glaube, es gibt neun verschiedene Versionen davon – Hallo Differenzierung -, sodass jedes Kind hoffentlich die richtigen Aufgaben für das neue Schuljahr hat. Ich werde die Lernwege aber erst dann dem jeweiligen Kindern geben, wenn die alten beendet sind. Mir ist es wichtig, dass die Materialien und Aufgaben noch beendet werden, bevor etwas Neues begonnen wird…

Ein paar Bilder füge ich noch bei, freies Schreiben über die Ferien und Superhelden Ziele für das neue Schuljahr. Sehr spannend zu lesen als Einstieg in das neue Jahr.

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Noch immer Ferien…

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…., deswegen geht es sehr ruhig auf meinem Blog zu. 😉 Aber morgen werde ich den Vormittag nutzen, um mir einmal das Chaos im Klassenraum anzuschauen und ein bisschen vor Ort vorzubereiten. Am Mittwoch ist der erste Pflichttag für die Lehrer. So richtig in Arbeitsstimmung bin ich aber noch nicht, es dauert immer so lange, bis man den Job hinter sich lässt und dann ist es auch schon wieder vorbei mit der freien Zeit.

Eine ganz coole Sache habe ich aber in den letzten Tagen entdeckt, ist aber eher was für ältere Schüler, ich werde es für meine Englischklasse 4-6 ausprobieren:

https://schools.duolingo.com

Es ist ein kostenloses Sprachenlernprogramm, dass es nun auch für Schulen gibt. Man kann Klassen anlegen und danach auch gucken, woran die Kids gearbeitet haben. Es gibt Möglichkeiten, Aufgaben für die Schüler zu erstellen und auch das Programm im gemeinsamen Klassenunterricht zu nutzen. Wenn die ersten Chaoswochen in der Schule vorbei sind, werde ich es einmal ausprobieren und dann auch eine Rückmeldung dazu geben, bin ja gespannt. Jetzt erstmal:

HAPPY SUNNY SUNDAY 🙂

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Rückblick auf das vergangene Schuljahr….

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Uiuiui, jetzt sind sie tatsächlich da – die lang ersehnten Sommerferien. 😉 Ja, und was passiert, um 6:30 Uhr war ich wach… :/ Meine innere Uhr funktioniert prima, leider auch in den Ferien. Naja, dafür habe ich endlich einmal Zeit auf das vergangene Schuljahr zu blicken und meine neu eingeführten Lernwege in Deutsch kritisch zu beäugen… 😉

Ich werde diese auf jeden Fall beibehalten. Die Selbstständigkeit, die dank diesem Konzept in der Klasse entstanden ist, finde ich wirklich toll. Die Kids arbeiten individuell an ihren Aufgaben, können oftmals wählen, woran sie arbeiten möchten. Vielleicht nenne ich die Vorlage für die Lernwege im neuen Schuljahr „Lernreise“, das passt irgendwie besser. Mal gucken…

In den letzten Wochen habe ich im Internet nach neuen und passenden Materialien für die Lernwege im kommende Schuljahr geschaut. Für meine inklusive DAF, JÜL Klasse 1-3 gab es dann gestern 10 verschiedene Bücherlisten. Mir ist es wichtig jedem Kind so einigermaßen gerecht zu werden, die Schere in meiner Klasse ist extrem groß. Einige Materialien haben sich als sehr gut erwiesen, andere finde ich zu langweilig, zu schwierig, zu leicht etc. Auch ändert sich mit jedem Jahrgang das Niveau der Kinder, was für meine 2. Klässler im letzten Schuljahr super war, macht nun für einige Schüler überhaupt keinen Sinn, weil es zu einfach ist. Ich habe ein paar Aufgaben für Kinder im Laufe des Schuljahres herausgenommen, neue Aufgaben/Arbeitshefte dazu genommen, da man vor allem die Erstklässler erst kennenlernt. Bei manchen Kindern hat sich eine Lernschwäche herauskristallisiert, da mussten neue, einfachere Aufgaben her.

Die Spalte „Lesen und Tun“ ist sehr beliebt. Hier biete ich im Klassenraum ja die unterschiedlichsten Aufgaben auf verschiedenen Niveaustufen (Durch Farben und Anzahl der Klebetiketten)an. Es darf alleine, aber auch manchmal mit einem Partner gearbeitet werden.

Die Klammerkarten werden auch bleiben, diese machen den Kindern viel Spaß und Freude.

Beim Lehrwerk habe ich mich für alle 3 Jahrgangsstufen für Flex und Flora entschieden. Ganz sicher, ob es die richtige Wahl ist, bin ich mir noch immer nicht, aber das wird man dann sehen. Zwei Kinder werden mit der ABC Lernlandschaft arbeiten. Sie wiederholen die Aufgaben der Klasse 1 und ich glaube, sie werden damit sehr gut zurecht kommen. Sie haben schon Vorerfahrungen, was ihnen beim selbstständigen Erarbeiten/Wiederholen der Laute helfen wird.

Für Klasse 2 und 3 wird es die Spalte „Rechtschreibtraining“ geben. Hier dürfen Karteien zu bestimmten Phänomenen gemacht werden, aber auch Abschreibkarteien oder Schreibschriftübungen.

Weiterhin habe ich mich für die Indianerhefte vom Klett Verlag entschieden.
Hier habe ich tolle Hefte gefunden, die zum selbstständigen und offenen Arbeiten anregen…

https://www.klett.de/lehrwerk/indianerhefte/produktuebersicht

Die Vorlagen für die Lernreisen werden wahrscheinlich erst nach meinem USA (Juhuuuuu) Road Trip Urlaub entstehen, ein bisschen Pause und Ruhe muss ich mir auch gönnen, damit ich wieder mit frischer Tat ans Werk gehen kann.

Eine Idee spinnt mir noch im Kopf herum: Ich möchte gerne im Englischunterricht 4,5,6 auch mit Lernwegen arbeiten. Ich schaffe es einfach nicht, ein Thema für alle 3 Klassen plus extra Aufgaben für die Förderkinder zu erstellen. Deswegen habe ich mich entschieden, lehrwerkgebunden zu arbeiten. Leider überschneiden sich da die Themen kaum, trotzdem hilft es mir bei der Planung, da ich nicht alles individuell vorbereiten muss. Ich werde aber versuchen im kommenden Schuljahr auch im Fach Englisch (neben den mündlichen Phasen) mit Lernwegen zu arbeiten, an denen sich die Kids nach oben hangeln können. 100 Prozent glücklich bin ich damit natürlich auch nicht, weil ich immer noch glaube, dass Englisch altershomogen unterrichtet werden sollte, unser Rahmenplan ist auch gar nicht darauf eingestellt…, mmh. Naja, wieder ein anderes Thema.

HAPPY HOLIDAYS!!!!!!!

Wurzelgemüse

Die Idee für dieses Kunstprojekt habe ich dank grundschulblogs.de auf der Seite http://artprojectsforkids.org/veggie-painting/ entdeckt und in meiner JÜL 1-3 ausprobiert.

Wir haben zunächst über Wurzelgemüse und deren Eigenschaften gesprochen und uns im Anschluss dieses auf dem Smartboard angeschaut – schöner ist es natürlich verschiedene Gemüsesorten mit in die Schule zu bringen, aber das habe ich zeitlich einfach nicht geschafft, zu viel zu tun im Moment 😉 !

Die Stunden habe ich dann im Großen und Ganzen so geplant, wie auf der Internetseite beschrieben, den Kids hat es Spaß gemacht:

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„Der Regenbogenfisch“ im Kunstunterricht

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Uiuiui, was für eine anstrengende Woche, sämtliche Doppelsteckungen sind (mal wieder) weggefallen, mein Schulhelfer war zwar für 2 Stunden wieder da, aber immer noch hustend und etwas kaputt. Die zweite Schulhelferin war leider gar nicht da.

Willkommen an einer jahrgangsübergreifenden inklusiven Schule mit ca 80-90% Kindern nicht deutscher Herkunft… Manchmal frage ich mich wirklich, wie man das alles schaffen soll. Berlin, was machst du nur mit deinen Lehrern…!?!?!!

Zwei besonders schöne Kunststunden gab es in dieser Woche – wir gestalten eine Szene im Schuhkarton-, eigentlich nichts wirklich Neues, aber die Kinder lieben es und sind unheimlich kreativ. In der Woche davor habe ich den Klassiker „Der Regenbogenfisch“ vorgelesen. Ein sehr ansprechendes Buch mit einem wichtigen Thema und wunderschönen Bildern…

Schon lange im Voraus habe ich per Elternbrief gebeten, einen Schuhkarton und eventuell auch Muscheln, Steine, kleine Hölzer … mitzubringen. Natürlich haben es viele Eltern nicht geschafft, ihrem Kind etwas mitzugeben, trauriger Alltag und frustrierende Momente, die leider normal sind. Ob der Brief nicht gelesen wurde oder einfach ignoriert wurde, dass weiß ich nicht, aber es macht mich jedes Mal sehr sehr nachdenklich…

Aber nun zum Schönen, die Kids haben zunächst ihren Karton mit Farbe oder Buntpaier gestaltet, ihre mitgebrachten Dinge auf dem Meeresboden verteilt, Algen und Wasserpflanzen aus Tonpaier gebastelt, manche haben noch Schatztruhen oder eine Flaschenpost gestaltet. Ich habe fleißig mit der Heißklebepistole gearbeitet…, klappte super und ging wirklich schnell. Danach ging es an die Meeresbewohner, mache Kinder haben aus Knetmasse Seesterne geformt, andere haben begonnen ihre Fische zu malen. Diese werden dann an Schnüren befestigt und in den Schuhkarton gehängt. Anbei ein paar Bilder von den ersten Schritten während der ersten beiden Stunden, weitere folgen… Viel Spaß beim Nachmachen…! 🙂

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Juhu – Herbstferien in Berlin… :)

Heute war noch einmal ein etwas anstrengender Tag, ich war zum einen in meiner Vertretungsstunde bei meiner Klasse eingesetzt und musste auch alle Monsterklassenstunden (mal wieder) alleine unterrichten. Die Kids haben sich aber bemüht, ihre Aufgaben zu erledigen, trotz Regenpause und letztem Schultag. Dafür gabs aber auch 15 Minuten Mister Bean (konnte ich nutzen, um die Ferientagebücher vorzubereiten) auf dem Smartboard und eine kleine Geburtstagsfeier für eine Schülerin am Ende des Tages.

Eine meiner 3. Klässlerinnen hat mich mehrmals darauf angesprochen, ob es denn wieder ein Ferientagebuch gäbe. Ich war etwas skeptisch, da ich nach den Sommerferien nur zwei(!!!!) Kids hatte, die etwas darin gemacht haben. Nach etwas Hin und Her habe ich mich aber doch für eine abgespeckte Form entschieden. Ich habe ein Titelblatt erstellt (das auch noch gestaltet werden konnte) und weiße, unlinierte A5 Blätter (8 für Klasse, 6 für Klasse 2 und 4 für Klasse 1 zusammen getackert. Diesmal gab es aber noch einen kleinen Zettel mit dem Hinweis auf eine Ferienhausaufgabe in die Hausaufgabenhefte. Die Kids schienen an ihrem Ferientagebuch ganz interessiert. Mal schauen, was in zwei Wochen zurück kommt… 😉

Den Rest des Tages haben wir in Deutsch mit den Lernwegen, einer Lesestunde für Klasse 3 und ein bisschen Mathematik verbracht. Heute habe ich mir die Zweitklässler „geschnappt“ und wir haben auf dem Teppich mit der 100er Tafel gearbeitet. Auf http://www.mathemonsterchen.de/index.html habe ich tolle Ideen und Anregungen gefunden, wir sind mit Zaubersteinen (Muggelsteinen) bestimmte Wege gegangen (rechts-links Orientierung, oben und unten), danach gab es noch tolle Karten mit Wegen und Kontrolle auf der Rückseite. Die Kids waren begeistert. Abschließend mussten sie noch verdeckte Zahlen im 100er Feld entdecken und aufschreiben.

Nach den Ferien – „Meine Wünsche für das neue Schuljahr“

Noch ein Nachtrag vom Schuljahresbeginn. In der ersten Woche nach den Sommerferien waren nur die 2. und 3. Klässler in der Schule. Wir haben die Zeit hauptsächlich zum Materialien sortieren, beschriften und aufräumen gestaltet. Aber auch ein paar Gedanken zum neuen Schuljahr haben die sich die Kids gemacht. Schreibe deine Wünsche auf und male dich war die Aufgabenstellung. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich, aber auch sehr interessant für mich zu sehen, auch das Malen der eigenen Person fand ich sehr spannend, einer der Gründe, warum ich mich für das Selbstportrait als erstes Projekt entschieden habe…

Englisch und Jül

Da stand ich in dieser Woche wieder in den Klassen 4/5/6 und habe versucht auf drei Jahrgangsstufen differenziert und noch einmal Förderstatus basierend Englisch zu unterrichten… Dabei so viel Immersion wie möglich, gleichzeitig jedem irgendwie gerecht zu werden und noch Spass an der Sprache zu vermitteln. UFF!!!!!

Beim Warm Up funktioniert das meist noch ganz gut. Immer wieder gibt es Dinge, die die Kleinen neu lernen und die grösseren Kids wiederholen müssen. So stand in den vergangenen Stunden das Alphabet und Spelling ganz oben. Die Kids fanden es cool und alle waren irgendwie involviert. Spelling Dictation mit Wörtern wie Superman, Minions is auch spaßig für die meisten Schüler.
Aber im Hauptteil der Stunde stoße ich immer wieder an meine Grenzen. Es gibt keine JÜL Materialien für Englisch und ich schaffe es nicht, ein Thema inhaltlich zu erarbeiten und dies auf 3-5 Stufen herunterzubrechen. Durch meine Klassenführung in der 1/2/3 ist das einfach unmöglich…, leider… Zeit, wo bist du?!?!

Nachdem ich mich wirklich im Kreis gedreht habe und mit:
„Class 4, open your book…“
„Class 5, please wait a moment…“ „Class 6, I ll soon check your homework but first…“
„Liebe London Bridge Kids Förderkids“, geht gleich los…“
mich selbst ständig verwirrt habe, und fast jedes Mal aus dem Unterricht mit brummenden Kopf und super unzufrieden heraus bin, hab ich mich vergangene Woche, nach dem Elternabend, noch hingesetzt und Arbeitspläne für jede Stufe und die Förderkids erstellt.

Ich bin eigentlich kein großer Fan von diesen im Sprachunterricht, denn Englisch lebt vom Miteinander reden, kommunizieren, spielen… Aber ich wusste sonst keine Lösung. Die Pläne sind ein erster Versuch allen gerecht zu werden und selbstständiges und kontinuierliches Arbeiten zu fördern. Ich habe versucht, neben den schriftlichen Arbeiten auch kreative Aufgaben, Sprech- und Höraufgaben mit einzubinden. Es ist der erste Versuch und muss bestimmt noch mehrfach überarbeitet werden.

Die Einführung habe ich zwecks Zeitmangels auf deutsch gemacht, damit nicht alle Schüler so lange warten müssen, bis ihr Plan kommt und sie beginnen dürfen. Die erste Stunde verlief sehr angenehm und ich hatte das Gefühl, dass alle Kids durchweg gut beschäftigt waren… Ein eher gemütlicher Junge kam sofort zu mir und meinte, Englisch hätte ihm heute voll Spaß gemacht… Strike 🙂 Trotzdem, erstmal gucken, wie es weiter läuft…

Schwierig, schwierig…

Heute kein Material, sondern ein paar Gedanken zu meiner Arbeit. Berlin macht es einem wirklich nicht leicht. Nachdem es im letzten Jahr schon so viele Organisationsprobleme gab, geht es in diesem Jahr kunterbunt weiter. Gestern begann die erste Schulwoche mit regulärem Stundenplan in meiner Monsterklasse. Kinder der 1, 2. und 3. Klasse lernen hier gemeinsam, da wir eine inklusive Schule sind, kommen noch ein paar schwierige Kids dazu. Insgesamt 24 Schüler, naja und ich. Gestern war ich (mal wieder) komplett alleine im Unterricht, keine Doppelsteckung, kein Team-Teaching. Ich muss mich immer wieder aufs Neue fragen, wie ich all meinen Schülern mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen gerecht werden soll. Die Erstklässler haben ihren ersten Buchstabengeburtstag gefeiert, ein wichtiger Moment, weil man da die Basics für das Erlernen der Laute einführt, gemeinsam lernt, spricht, Materialien betrachtet. Gleichzeitig sitzen da aber meine 2. und 3. Klässler, die mit ihren Lernwegen starten und auch eine Einführung in ihr Material brauchen.

Sobald ich aber den Fokus bei den Erstklässlern verliere, sind die komplett verwirrt, da ein blauer Stift auch einmal wie ein Bleistift aussieht, sie noch nicht wissen (gleich wieder vergessen), das man in dem Arbeitsheft mit der ersten Seite anfängt und nicht irgendwo, was es bedeutet, Buchstaben nachzufahren, oder einfach traurig sind, weil sie Mama vermissen.

Ich bin wirklich etwas verzweifelt, da man es mit so einem System und unter diesen Voraussetzungen den Schülern einfach nicht gerecht werden kann. Ich gebe 200% und erreiche trotzdem nur 30%… Individualisierung, Arbeitspläne, selbstständiges Arbeiten ist wichtig und ein Ziel, aber man muss das alles erst einmal einführen und darf nicht vergessen, dass da kleine Menschen sitzen, die Anleitung, Anerkennung und Zeit von der Lehrperson brauchen.

Wirklich schwierig… :/

Lapbooks im Englischunterricht

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Das war ein laaaaaaaaanges Projekt. Lapbooks im Unterricht, aber ich kann es nur weiterempfehlen. Da ich Englisch jahrgangsgemischt in 4, 5 und 6 unterrichte, habe ich immer das Gefühl drei Klassen parallel zu unterrichten. Es ist viel aufwendiger ein Thema für drei Klassen differenziert aufzuarbeiten, als mit den vorhandenen Büchern an verschiedenen Units zu arbeiten. Durch meine Klassenführung und das bisschen Freizeit, das ich gerne haben möchte, habe ich mich dafür entschieden… 😉 Ein paar Dinge, wie Warm Up, Games, special days machen wir aber dann gemeinsam in der Gruppe.
Die Lapbooks habe ich in allen drei Jahrgangsstufen gemacht, allerdings mit unterschiedlichen Themen:

Klasse 4: All about me
Das ist ein sehr dankbares und schönes Thema, im Internet findet man tolle Anregungen und Ideen, pinterest z.B. kann ich nur empfehlen

Klasse 5: Around the House

Klasse 6: Celebration

Ich habe den Kids der 5. und 6. einen Leitfaden, ein Blatt mit Infos und Kriterien für ihr Lapbook mitgegeben. Dort fanden sie Informationen, Tipps und besondere Hinweise. Sie durften Materialien selber gestalten, aber auch vorhandene Lapbook Vorlagen nutzen. Hier wollte ich ihnen so viel Freiheit und Möglichkeit zur Entfaltung, wie möglich. Ein paar Sachen mussten ins Lapbook:

Die 5. Klässler mussten eine Collage oder eine Zeichnung zu ihrem Dream-House machen und diese in ihr Lapbook kleben, passend dazu mussten sie einen Text schreiben, der dann auch mit ins Buch kam. Klasse 6 hatte die Aufgabe ein Buch zu einem Fest zu gestalten, Kriterien für dieses waren auch vorgegeben.

Mit den Viertklässerln habe ich ich am längsten an ihren Büchern gearbeitet. Wir haben immer an einem Material gearbeitet und dieses dann ins Lapbook geklebt. Da die Kinder immer noch Hilfe bei Vokabeln etc brauchten.

Diese Arbeiten habe ich parallel in beiden Englischklassen durchgeführt. Die meisten Schüler waren sehr motiviert, haben durch selbstständiges Arbeiten und Ideenreichtum geglänzt. Leider gab es aber doch auch Schüler, die mit dem Maß an Selbstständigkeit und Organisation nicht umgehen konnten und ihre Arbeit nur halb oder sehr unordentlich beendet haben. Aber das ist ja leider nunmal der Alltag.

Die Präsentationen waren noch einmal ein Highlight. Die Parallelklassen haben sich ihre Arbeiten gegenseitig präsentiert. Dies habe ich durch Kleingruppen gemacht. Immer ein Kind hat 2 Kindern präsentiert, die Kids hatten Spiele vorbereitet und haben stolz ihre Lapbooks gezeigt. Am Schluss haben die Zuhörer einen Feedbackbogen ausgefüllt und Punkte vergeben. Das hat richtig richtig super geklappt, und ich kann es nur weiterempfehlen…

Nächstes Jahr wieder, klar auch mal mit einem anderen Thema… 🙂